Henriettes Inselbote

Februar 28, 2015

10 Jahre – und Du fehlst!

Filed under: Kleine freche Henriette,So geschehen — henriette @ 1:07 am

Liebe Henriette,

nun bist Du schon 10 Jahre nicht mehr da. Und fehlst immer. Vor genau 10 Jahren zogen wir auf die Insel. Die erste SMS, nachdem wir in London gelandet waren lautete „Grossmutter ist tot“. Als hättest Du darauf gewartet, dass ich sicher gelandet bin. Viel ist seitdem passiert. Sehr viel. Ich liebe Dich.

Advertisements

April 30, 2007

Vergissmeinnicht

Filed under: Kleine freche Henriette — henriette @ 6:26 pm

Für Henriette, am heutigen Tag!

Juni 23, 2006

WauWau

Filed under: Kleine freche Henriette,Kleine Freuden des Alltags — henriette @ 2:00 pm

WauWau ist mein allererster Teddy. Er ist ungefähr so alt wie ich (obwohl er durch sein mitgenommenes Äusseres deutlich älter wirkt…) und hat immer bei Henriette gewohnt. Immer, wenn ich – oder eines ihrer anderen Enkelkinder – zu Besuch war, sass WauWau auf dem dicken, weissen Federkissen des Bettes im Gästezimmer oben links und hiess uns willkommen. Henriette hat mich bei einem meiner letzten Besuche bei ihr gefragt, ob ich ihn nicht mitnehmen will, aber ich fand, er sollte lieber bei ihr bleiben. Und jetzt, nachdem ihr Haus verkauft wurde, hat ihn ihre Tochter zu mir auf die Insel geschickt. Hier soll er nun seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen – finden Henriettes Tochter und ich.

April 30, 2006

Geburtstag!

Filed under: Kleine freche Henriette — henriette @ 3:18 pm


Heute ist Henriettes Geburtstag. Ich denke an Dich, wo immer Du jetzt bist.

April 20, 2006

Henriette

Filed under: Kleine freche Henriette — henriette @ 2:23 pm

Henriette wollte immer gern schreiben, hat sie mir mal erzählt, als sie so um die 80 Jahre alt war. Da sassen wir in ihrem Wohnzimmer, sie in ihrem Sessel vor der braunen Schrankwand, die Stehlampe mit den Fransen rechts neben sich. Ich hatte sie gefragt, ob sie nicht mal schriftlich festhalten wolle, woran sie sich noch erinnern könne, von früher. An die Geschichte mit Tante Käthe und den Blaubeeren z. B., oder daran, wie der Dorfarzt ihrer Schwester mitten in der Stube einen Zahn zog. Und so vieles mehr, an das sie sich im Alter wieder so klar erinnern konnte, als sei es gestern gewesen. Sie sagte, sie hätte oft so gerne aufgeschrieben, was ihr so durch den Kopf ging, was sie bewegt, gefreut, geärgert hat. Als junges Mädchen war das für sie aber kaum denkbar, denn so etwas wie Gedankenaufschreiben tat man nicht, sondern erlernte die Weissnäherei, heiratete und bekam Kinder. Jahre später hat sie dann keine Zeit gehabt, sondern es kamen der Krieg, vier Kinder und eine Ehe, in der die Rollen klassisch verteilt waren. Und irgendwann war es dann zu spät, fand sie. Ich habe ihr schliesslich vorgeschlagen, zumindest die ganzen Geschichten und Erinnerungen von früher auf ein Band zu sprechen. Ich könnte sie ja für sie aufschreiben. Da hat sie gesagt „So’n Tüdelkram, nein, min Deern, dafür bin ich nu zu alt“. Aber ein bisschen traurig klang sie schon. Diesen Wunsch, aufzuschreiben, was einen bewegt, hat sie ihrer Tochter vererbt. Die wiederum an mich. Zusammen mit dem berüchtigten Mundwerk der B’s (heisst es zumindest), von dem Henriette ganz ohne Zweifel einen grossen Batzen mitbekommen hatte. Ihre Tochter hat mich seit Jahren gedrängt, mit dem Schreiben anzufangen. Sie selbst kann sich leider nicht vorstellen, ihre eigenen Gedanken zu veröffentlichen. Daher denke ich, ich sollte den Faden endlich mal aufnehmen, in Erinnerung an Henriette, die vor einem Jahr gestorben ist. Genau an dem Tag, als ich hierher zog. Hier werden sie also stehen: Meine Gedanken und Notizen von der Insel.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.