Henriettes Inselbote

November 13, 2007

Pub Culture

Filed under: Inselalltag,So geschehen — henriette @ 12:58 am

We have a local pub, of course. Schräg gegenüber von unserem house that is. Seit 2 Jahren sind wir regulars und we saw Tom – quietly enjoying his beer (Beck’s) – almost every time, wenn wir dort kurz einen last drink genommen haben. Seit ca. einem Jahr nicken wir uns zu. Aber erst seit heute sind wir entitled to address him einfach so, denn erst heute wurden wir formally introduced to each other by another regular. I hope we won’t be forced to move to another neighbourhood – jetzt, wo wir slowly but surely offizieller Bestandteil der hiesigen werden.

Oktober 29, 2007

A proper lock in

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 12:43 am

is illegal, of course. Aber nett. Denn it means dass nach den offiziellen opening hours der pub owner at 11pm quite against the law den pub abschliesst, nonetheless man noch immer present ist. One is been taken as a hostage, quasi. Dann wird gefragt, what everybody is having und man kann happily weiter trinken und arguments haben. Wenn man Glück hat und/oder beliebt ist, even for free. Normalerweise folgen ein paar Stunden, in denen various people from the neighbourhood die Welt in Ordnung bringen, Schottland als independent erklären, Busch unschädlich machen, the crime rate senken etc. I love being locked in.

Oktober 26, 2007

Junk Mail

Filed under: I dare say,Inselalltag,So geschehen — henriette @ 6:07 pm

Unsere local newspaper hat soeben revealed, dass in mehreren Häuserblocks around this area several bin bags aufgefunden wurden, die Massen von undelivered mail enthielten. Bills, letters, presents etc. Einige promising looking Sendungen waren allerdings geöffnet worden – you never know, hätte ja ein cheque drin sein können.

Schuld hat die königliche Post, wettert the Tribune, weil sie untrained staff um die Häuser schicken, die ausserdem, according to ein paar Royal Mail Veteranen, are not familiar enough with the area. Und wir wissen – nichts ist frustrierender als in einer street map nachschlagen zu müssen.
Das schreit geradezu nach overtime und die wird nicht bezahlt. Also – let’s get rid of the stuff.
Zu allem Übel ist die royale Post wegen des Poststreiks sowieso schon at least 6 weeks behind. Und the staff im Aufholstress und sicher bald wieder so exhausted, dass erneut gestreikt wird.
Ich sage nur: Brieftauben.

Juli 25, 2007

Worthless pets

Filed under: Herr Hund,I'm not amused,Inselalltag — henriette @ 5:32 pm

Sicher ist es quite uncomfortable für die nächsten 14 Tage womöglich kein frisches Trinkwasser im Hause zu haben. Ich bin ehrlich froh, dass ich nicht vom Hochwasser betroffen bin, that I do not have to be evacuated from my home. Aber NIE würde ich im Falle eines Falles Herrn Hund zurücklassen. Leider sehen das scheinbar various fellow countrymen and -women anders und are basically leaving their pets to die. Jene, die gerettet werden, haben auch nicht gerade eine rosige Zukunft vor sich denn, laut Daily Mail ist für sie kein frisches Trinkwasser vorgesehen: „Kennels have been refused supplies of drinking water – and told to kick out the pets in their care.“
Manchmal verabscheue ich human beings.

Juli 10, 2007

Mäuseparadies

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 4:00 pm

I mean, wenn man sich hierzulande at various pubs, restaurants („because we are serving food“), ja sogar in some public buildings („because people might be allergic“) weigert, Herrn Hund hereinzulassen und sogar einen Riesenfuzz veranstaltet, wenn – let’s say – es Herrn Hund gelungen ist, sich heimlich ins BBC building zu schleichen, dann bin ich doch slightly annoyed darüber, dass die kleine, weiche Maus, die mir gestern, at Sainsbury’s, mitten in der fruit and vegetable Abteilung auf den Fuss hüpfte, seitens der shop assistants nur ein verlegenes Lächeln und Schulterzucken hervorrief.
Although – there were some raised eyebrows and a few hisses unter den anderen customers.
Ich hätte natürlich ein tantrum werfen, oder einen fuzz kreieren können, aber das gehört sich nicht, hätte die Angestellten in a very embarrassing situation indeed bringen können und ausserdem: wie sollte die kleine Maus auch ahnen, dass mice are not allowed in here. Und so rannte sie davon, towards the fish monger, während man allgemein kindly ignored das odd Verhalten der Dame neben mir, die kurz aufquiekte und panisch zur Seite sprang, bevor ihr bewusst wurde, dass sie kurz davor war, sich selbst zu wichtig zu nehmen und immediately regained composure.

Juni 29, 2007

Not today

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 4:14 pm

Merke: wenn die Postangestellten streiken und on top of it noch a car bomb near Picadilly Circus discovered wird, wenn der erderwärmende 4X4 aus noch ungeklärter Ursache streikt (wobei wir bis Aldwych heute wohl several hours gebraucht hätten), the tube packed und disrupted is, ebenso der Bus und es because all of that heute auch couriers nur noch for people mit accounts gibt, dann ist es very daft indeed, the documents for our accountant heute abliefern zu wollen. Well, let’s forget it then, shall we?

Juni 27, 2007

No. 10

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 2:53 pm

Die Queen hat Tony Blair vorhin entlassen. Jetzt residiert Gordon Brown in No. 10. Während Tony mideast envoy wird, was nicht überall uneingeschränkt begrüsst wird, kämpft Cherie bereits für einen Nachtclubbesitzer, der den am 1. Juli startenden smoking ban in seinen Räumlichkeiten nicht dulden will. Abgesehen davon, dass her own husband ihn eingeführt hat, heisst es, Cherie might indeed succeed, weil der Nachtclubbesitzer in seinen human rights beschränkt würde, müsste er den ban gegen seinen Willen einführen. Und dann kann Gordon sich warm anziehen.

Juni 20, 2007

Winnie

Filed under: Inselalltag,So geschehen — henriette @ 3:04 pm

Ich kenne Winnie nicht. Herr Hund und ich trafen sie, bzw. sie traf uns letzten Mittwoch. Da waren Herr Hund und ich auf einer längeren Runde und – Herr Hund wäre nicht Herr Hund, würde er nicht immer dann einen poop machen, wenn ganz bestimmt kein einziger der in very, very large intervals aufgestellten bins mehr in Sicht ist. Wir mussten zwecks Entsorgung der entsprechend gefüllten bag eine Strecke zurückgehen und da stand – Winnie.
Eine mittelgrosse, hagere, klapperdürre Gestalt in einem knallroten Wollmantel. So um die 90 Jahre alt. Sie hatte strähniges, graues Haar und ihr Gebiss wirkte unnatürlich riesig in diesem eingefallenen Gesicht. Erst fiel sie uns gar nicht weiter auf, aber dann sagte sie plötzlich „Please, could you wait for me?“
Dabei stand sie wie angewurzelt mitten auf dem pavement und stützte sich auf einen Gehstock.

Auf meine Nachfrage sagte sie, sie habe Angst to fall over, weil sie nach einem Beinbruch noch immer nicht wieder völlig hergestellt sei. Eine Untertreibung, wie Herr Hund und ich bald feststellten, denn soon wackelten Winnie, Herr Hund und ich im Schneckentempo die Strasse entlang. In fact konnte Winnie nicht einen Schritt tun, lediglich ganz langsam vorwärts schlurfen, ohne die Füsse zu heben. Und sie bestand darauf, in the middle of the street zu schlurfen, weil the pavement too uneven sei.

Ich beschloss also, Herrn Hund links und Winnie rechts zu führen und so legten wir ca. 10 cm per minute zurück, Richtung Winnie’s home, which was supposed to be „just down there“ – dabei zeigte Winnie vage nach vorne rechts irgendwo. Es war feucht/schwül aber Winnie weigerte sich standhaft, ihren knallroten Wollmantel abzulegen „no dear, I think not“. Dafür murmelte sie ununterbrochen „Winnie, Winnie, don’t you EVER, EVER do that again! EVER!“ You just WON’T do that again, Winnie!“

Als wir an unserem Haus vorbeischlurften, kam Winnie auf die Idee, wir könnten vielleicht find someone to take over. Sie wollte quasi eine Art Staffellauf organisieren, mit sich als Stöckchen. So dass jeder sie nur ein Stückchen begleiten musste.
Erschreckend, wie Leute reagieren, wenn man mit einem Herrn Hund links und einer rotgewandeten, vor sich hin murmelnden Winnie rechts in the middle of the street läuft und anderen Menschen „excuse me….“ zuruft. Most of them reacted lediglich quite amused.

Ich schlug dann vor, ihr ein Taxi zu rufen, aber das wollte Winnie partout nicht, das würde mindestens £3 kosten, a total rip off, to be honest, sagte sie. Und klar war die Idee, auf dem Markt einen Tee einzunehmen, very, very stupid indeed, given the fact dass sie eigentlich überhaupt nicht laufen konnte. However, sie hatte es trotzdem genossen! Aber sie würde es auf gar keinen Fall wieder tun, „no way, Winnie, will you do such thing again..“.
Und so wackelten wir drei weiter die Strasse herunter, immer nach vorne, dann rechts herunter und um die Kirche, „just a few more blocks“. Dabei erzählte Winnie von ihrer social workerin, dieser „bitch“, die stupid sei, oh so stupid. Unbearably stupid. Und dass sie schon über 60 Jahre in dieser neighbourhood lebte, dort vorne sei mal eine Arztpraxis gewesen, daneben ein Bäcker. Quite lively sei es gewesen, noch vor gar nicht so langer Zeit. Jetzt seien diese Häuser ja alle residential buildings und viel zu teuer, ridicoulous was people heute für diese Häuser zahlten.

Plötzlich blieb Winnie stehen. Her eyes were dimming. Das passiere oft, sagte sie. Und im selben Moment kam ein junger Mann auf dem pavement vorbei. „Oh“, sagte Winnie zu sich selbst, „who is this? I wonder, if we say hello…“ Und schon winkte sie in Richtung des guys und flötete, nahezu flirtatiously, „Hellllloooooo“. Er zeigte keinerlei Reaktion, was sie nur kurz mit „so we obviously don’t say hello“ kommentierte, bevor sie mir bedeutete, dass wir nun weiterziehen konnten.
Nach 90 Minuten kamen wir an Winnie’s Haustür an. Sie bewohnte den 3. und 4. floor. Das sei aber kein Problem, beteuerte sie. Die Treppe könne sie gut heraufklettern, weil sie sich an der Wand abstützen könne. Aber sie fand die Haustürschlüssel nicht. Ein bisschen mulmig wurde mir schon, denn ich glaube, Winnie hätte es ohne zu Zögern fertiggebracht, zurück zum Markt zu schlurfen, um den Uhrenmann zu fragen, ob sie statt der Uhr etwa ihre Schlüssel dort zurückgelassen hatte.

Ich schlug vor, lieber noch einmal gründlich in ihren Taschen nachzuschauen. Winnie fand das very sensible und went through her M&S Tasche, in der sich 6 weitere Tüten fanden, die sie mir nach und nach zwecks näherer Untersuchung in die Hand drückte, die neben Herrn Hunds Leine schon ihren Gehstock hielt. Ein paar Bananen, ein paar Pflaumen, drei kleine Täschchen, die jeweils eine Brille und einen Kamm enthielten („Well, I certainly don’t need THEM all“..) bekam ich ebenfalls noch in die Arme gelegt, bevor sich indeed, ganz unten in der Tasche some Schlüssel fanden. „Let’s hope, these are the right ones“ bemerkte Winnie fröhlich, bevor sie sie einen nach dem anderen ausprobierte. One of them was the right one.

Ich habe Winnie unten im Flur verabschiedet. Es roch alt. Nach altem Mensch. Sie sagte noch „thank you dear, I think I’ll have a cup of tea now and sleep until tomorrow“ bevor sie sich anschickte, ihre Treppe hochzuklettern und ich hatte das Gefühl, Herr Hund und ich konnten sie nun unbesorgt allein lassen.
Als Herr Hund und ich Winnie’s Strasse zurückliefen, rief eine Frau von gegenüber „Is she alright?“, was irgendwie reassuring war. Herr Hund und ich waren 4 Minuten später zuhause. Gestern Abend liefen Herr S., Herr Hund und ich an Winnie’s Haus vorbei. Oben brannte Licht. Ich hoffe, es geht Winnie gut.

Juni 11, 2007

Being British

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 11:52 pm

Herr Hund und ich gingen heute aus dem Haus nach rechts. Und wie immer pinkelte Herr Hund seelenruhig an die appropriate Bäume, Müllhaufen etc. Als plötzlich aus der 89 ein Mann stürmte. Er slammed the door, rannte auf uns zu und hatte a rather unpleasant, ja fast mordlüsternd expression on his face.
His eyes met mine und dann schrie er mich an, in – was in einem Roman etwa so beschrieben würde „vor nur mühsam unterdrückter Wut bebend schrie er….“ – also er schrie “ IS IT THE 11TH TODAY OR IS IT NOT ?!?!?!“ Rather puzzled, yet very composed bestätigte ich ihm „I think it is indeed“. Und er replied brüllend – mit wildem Gesichtsausdruck right into my face „WELL – FINE THEN….“ und boardete einen Van, slammed the door und fuhr mit – wie es in einem Roman geschrieben stünde „mit aufheulendem Motor davon“. Ich denke mal, da hat jemand ein appointment confused… Und der arme Kerl kam umsonst… Well, I’ll never know, aber there is room for some speculation…

Juni 5, 2007

You may vote!

Filed under: I dare say,I'm not amused,Inselalltag — henriette @ 12:21 am

Auf unserem steinigen Weg to become proper citizens sind wir nun immerhin so weit fortgeschritten, dass unsere Meinung zählt.

Question: Should the cost of a residents‘ parking permit depend on how much the car pollutes?

Das dürfen Herr S. und ich nun mitentscheiden. Per Post, Internet, Telephone or Text. Nach einem kurzen surveil mussten Herr S. und ich – unsurprisingly – feststellen, dass die Kosten für unseren jährlichen parking permit von jährlich £ 95 auf £ 200 steigen würden. Weil wir mit unserem (fast ausschliesslich geparkten) 4×4 hierzulande ja für die Erderwärmung as such verantwortlich gemacht werden.
Unless wir erwerben hastily einen MegaCity (whatever that is) Smart oder Toyota, dann müssten wir nur noch £ 35 zahlen. Otherwise müssen wir eben dafür büssen, dass wir weiterhin durch unser (fast ausschliesslich geparktes) vehicle in Bälde die ganze Welt fluten. Well, theoretically.
Sollten wir however tatsächlich für das rechtmässige Parken unseres (fast ausschliesslich geparkten) vehicle bald £ 200 zahlen müssen, werden wir es uns indeed nicht nehmen lassen, den platten tyre rechts vorne aufzupumpen und für diesen stolzen Preis öfters den Bus oder the tube stehen zu lassen und rather die Pfützen von Nord London anschwellen zu lassen!

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