Henriettes Inselbote

Oktober 31, 2007

Fuchs, Du hast den Kong gestohlen

Filed under: Herr Hund,I dare say,So geschehen — henriette @ 4:25 pm

Ich hätte an Herrn Hunds Stelle meinen Kong mit reingenommen, statt ihn unbekümmert im Garten liegen zu lassen. Nun ist er weg und ausserdem der Inhalt einer bin bag alles über dem Platz verstreut. Never mind, es ist Halloween. Trick and treat für the fox – and why not?

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Oktober 29, 2007

A proper lock in

Filed under: I dare say,Inselalltag — henriette @ 12:43 am

is illegal, of course. Aber nett. Denn it means dass nach den offiziellen opening hours der pub owner at 11pm quite against the law den pub abschliesst, nonetheless man noch immer present ist. One is been taken as a hostage, quasi. Dann wird gefragt, what everybody is having und man kann happily weiter trinken und arguments haben. Wenn man Glück hat und/oder beliebt ist, even for free. Normalerweise folgen ein paar Stunden, in denen various people from the neighbourhood die Welt in Ordnung bringen, Schottland als independent erklären, Busch unschädlich machen, the crime rate senken etc. I love being locked in.

Oktober 26, 2007

Junk Mail

Filed under: I dare say,Inselalltag,So geschehen — henriette @ 6:07 pm

Unsere local newspaper hat soeben revealed, dass in mehreren Häuserblocks around this area several bin bags aufgefunden wurden, die Massen von undelivered mail enthielten. Bills, letters, presents etc. Einige promising looking Sendungen waren allerdings geöffnet worden – you never know, hätte ja ein cheque drin sein können.

Schuld hat die königliche Post, wettert the Tribune, weil sie untrained staff um die Häuser schicken, die ausserdem, according to ein paar Royal Mail Veteranen, are not familiar enough with the area. Und wir wissen – nichts ist frustrierender als in einer street map nachschlagen zu müssen.
Das schreit geradezu nach overtime und die wird nicht bezahlt. Also – let’s get rid of the stuff.
Zu allem Übel ist die royale Post wegen des Poststreiks sowieso schon at least 6 weeks behind. Und the staff im Aufholstress und sicher bald wieder so exhausted, dass erneut gestreikt wird.
Ich sage nur: Brieftauben.

Oktober 15, 2007

Feeling the pressure

Filed under: Herr Hund,So geschehen — henriette @ 5:22 pm

Man kann Herrn Hund kaum eine grössere Freude machen, als mit ihm und seinem Frisbee den nächsten Park aufzusuchen. Und after years of training kann er die Scheibe höchst elegant in der Luft fangen. Was stets onlookers attracted. Gestern, im Regents Park quite a few. Wie man sich fühlt, wenn einem ein excited Herr Hund vor den Füssen sitzt und mit ungefähr 15 Umstehenden darauf wartet, dass the frisbee wieder fliegt, muss ich wohl nicht näher erläutern. Und auch nicht, wieso einem in dieser Situation never ever ein vernünftiger Wurf gelingt. Beendet man das Spiel kurzfristig, um sich der Zuschauer zu entledigen, rammt Herr Hund einem his frisbee ununterbrochen in die Wade – was the onlookers naturally erheitert und zum weiteren Verweilen animiert. Es gibt kein Entkommen. Und ewig eiert the Scheibe.

Oktober 9, 2007

Marco W.

Filed under: I dare say — henriette @ 1:13 am

Der Fall Marco W. findet hier auf der Insel simply nicht statt. Was bemerkenswert ist, denn so etwas wie „Underaged English schoolgirl raped by German 17-year-old“ wäre doch eine Steilvorlage für die britische Presse gewesen. Ausserdem eine Abwechslung für die Stimme des Volkes, der zum Thema „Britisch/Kontinentale Kriminalfälle“ zur Zeit – und zum wiederholten Male – lediglich die neuesten Spekulationen über die McCanns zur Verfügung stehen.
Warum also nicht Marco W., Charlotte und die fatalen Folgen eines Diskoaufenthaltes in Antalya? Let’s resume:
Charlotte, 13, fuhr mit Mutter, Vater und Schwester, 14, in den Osterurlaub nach Antalya. Weil die Schwestern erst 13, resp. 14 waren, durften die beiden Mädchen in der Hoteldisco keinen Alkohol konsumieren. Now – how boring is that?! Doch die Eltern zeigten Verständnis und besorgten ihnen jene Armbändchen, welche Hotelgäste über 16 Jahre ausgehändigt bekommen, damit sie vom Barpersonal als fully entitled to party and buy alkoholic drinks identifiziert werden konnten. Somit stand fröhlichen Partyabenden – und solche gehören zu einem proper British Holiday – nichts mehr im Wege.
In der Disko lernte Charlotte dann Marco W. kennen, der – wie der Barmann – wohl aufgrund der eben geschilderten Umstände davon ausging, sie sei älter, als sie in Wirklichkeit war. Gleichwohl DURFTE er nicht davon ausgehen. Nichts ist bekanntlich, wie es scheint. Eine Erkenntnis, die sich ihm zweifelsohne bis an sein Lebensende ins Hirn gebrannt haben dürfte. Doch let’s get real, welcher 17-jährige wäre so besonnen, sich vor der Kontaktaufnahme zu einem Mädchen in einer Disco erst einmal dessen Pass zeigen zu lassen. Und haben wir nicht alle schon einmal behauptet, älter zu sein, als wir waren, um Altersbeschränkungen jedweder Art zu umgehen oder dem anderen Geschlecht zu imponieren?
Den Eltern von Charlotte und ihrer Schwester jedenfalls, scheint die Anwesenheit ihrer Töchter in einer Disco voller etwas älterer, pubertierender Jugendlicher zunächst nichts ausgemacht zu haben. Auch scheint ihnen entgangen zu sein, dass ihre Töchter des nächtens noch Besuch auf dem Zimmer empfingen. Von Marco W. und einem Freund, mit dem sich Charlottes Schwester auf dem Balkon niederliess. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Es soll sich im Zimmer überdies noch ein weiteres Mädchen befunden haben.
Was dann passierte, well, unsurprisingly enough existieren zwei unterschiedliche Versionen bezüglich der weiteren Geschehnisse jener Nacht.
Marco W. hätte sich nicht zu der schlafenden Charlotte ins Bett legen dürfen. Die Konsequenzen dieses Anfalls von spontanem Lustempfinden wird er ausbaden müssen. Hier, wie so oft, schützt Unwissenheit vor Strafe nicht.
Doch neben der rein juristischen Sachlage darf man sich doch fragen, ob die unerbittliche Haltung, die Charlottes Eltern gegen Marco W. und dessen Eltern an den Tag legen, wirklich uneingeschränkt fair ist und welchem Zweck sie dient.
„Streng gläubig“ und „sehr konservativ“ seien Charlottes Eltern, steht zu lesen. Aber auf der anderen Seite wohl recht tolerant, wenn es darum geht, ihren beiden Töchtern, 13 und 14 – let’s not forget about that – against the law die Integration in die feuchtfröhliche Partywelt der gesetzlich dazu berechtigten älteren Teenager zu ermöglichen. Auch nächtliche Besuche männlicher „Discobekanntschaften“ dürften zumindest keine nennenswert besondere Situation dargestellt haben, denn weder Charlotte, noch ihre Schwester, noch das allegedly ebenfalls anwesende dritte Mädchen hatten apparently any reservations, den beiden älteren Jungen zu sehr fortgeschrittener Stunde den Zutritt zu ihren Räumlichkeiten zu gestatten. Das Bild der barbusigen Charlotte, aus dem Meer auftauchend, wie es in Hürryiet zu sehen war, zeugt auch nicht gerade von einem ausserordentlich restriktiven Umgang mit ihrer weiblichen Erotik. And – absolutely no offence here – why should it. (Wobei interessant ist, dass Hürryiet lediglich her nipples notdürftig mit einem dünnen roten Balken bedeckte, ansonsten hatte man dort augenscheinlich wenig Berührungsängste mit der Oben-Ohne-Darstellung einer immerhin erst 13-jährigen.)
Jedenfalls ist Charlottes Familie im Moment streng gläubig und utterly conservative unterwegs, wie Sprecher derselben in „various statements“ gegenüber der deutschen Presse gerne betonen.
Die Familie lebt in Manchester, einer der Städte Englands, in denen der allzu übermässige Alkoholgenuss minderjähriger Kinder – speziell am Wochenende – stetig zunimmt und increasingly problematic consequenses mit sich bringt. Sich vorzustellen, Charlottes Eltern sei angesichts dieser teilweise dramatischen Entwicklungen in ihrer eigenen Heimatstadt nicht klar gewesen, dass gerade die Altersgruppe ihrer eigenen Töchter diesbezüglich gefährdet ist, noch dazu in einem busy holiday resort, fällt schwer.
Sie werden aber vermutlich wissen, dass sich die Stimme des Volkes längst öffentlich fragt, ob es nicht sensible wäre, die Eltern solch minderjähriger Partykids ein wenig strenger in die Pflicht zu nehmen und, if necessary, zur Rechenschaft zu ziehen. We are talking duty of supervision und share of responsibility.
Keeping in mind, wie überaus hart die McCanns in puncto duty of supervision of one’s children schon in den ersten Tagen nach Madeleines disappearence für den Umstand an den Pranger gestellt wurden, dass sie es überhaupt gewagt hatten, ihre drei Kinder ohne Aufsicht in ihrem Appartement zurückzulassen, kann man sich vorstellen, was Charlottes Familie – womöglich – hierzulande facen müsste, kämen sämtliche Umstände, die zu jener schicksalhaften Nacht führten, an die britische Öffentlichkeit und würden in public hinterfragt. Eine unangenehme Vorstellung indeed, denn als verantwortungslos möchte man als Eltern wohl nicht gerne dastehen. Daher schwieg man stattdessen eisern – vor allem gegenüber der britischen Presse – und lässt Marco W. nicht nur ausbaden, wofür er augenscheinlich verantwortlich ist. Nein, man legte noch kräftig nach und sprach zunächst sogar von Vergewaltigung, einem absolut widerwärtigen Verbrechen. Dieser Vorwurf war zwar not at all zu halten, aber dennoch ist Marco W. hier anscheinend der Einzige, der Schuld auf sich geladen hat. Und solange die andere Seite beharrlich schweigt/schweigen lässt und Charlotte, 13, nicht von unabhängiger Stelle zu den genauen Geschehnissen der Nacht befragt wird, he will be the only villain. However, ein bitterer Nachgeschmack will sich nicht verflüchtigen. Und weiterhin kein Wort about anything concerning that night in the british press.

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