Henriettes Inselbote

August 15, 2007

Cymru

Filed under: Herr Hund,I dare say — henriette @ 11:46 pm

Wir waren ein paar Tage in Beddgelert, wo sprichwörtlich der Hund begraben liegt.
Das village ist indeed wunderschön. Lediglich das Hotel „The Royal Goat“ sollte man – zumindest als dog owner – meiden, denn dort wird man, trotz offizieller Anmeldung eines Herrn Hund, völlig entgegen der ursprünglichen Abmachung, in ein more than muffiges Kämmerlein in the attic gesperrt. Mit einer Dusche, unter der bis zu zwölfjährige Gäste vermutlich gerade noch stehen könnten. Wobei das ihnen nicht viel nutzen würde, denn auf den Wasserstrahl wartet man vergeblich.

After trying to solve the problem amicably am nächsten Morgen tauschten wir aufgrund der nur sehr mässigen politeness der Chefin des Hauses die königliche Ziege für ein gemütliches Cottage Hotel mit einer recht eigenwilligen food policy.
Beddgelert liegt traumhaft in the middle of nowhere und das nahegelegene Porthmadog bot Herrn Hund einige Quadratkilometer Strand zum Umgraben und uns und Herrn author a quiet and inspiring place to exchange our thoughts. Insbesondere, weil mobile phones fast nirgendwo funktionieren. Es sei denn, one is with orange.

Utterly befremdend und im harschen Kontrast zu all der Lieblichkeit stand der sonntagabendliche Drink auf der Terrasse des local Sarrazin/Robinson Hotels. Dort begannen plötzlich ein paar local Jungs in their early twenties lauthals anti-jewish songs zu singen. Sehr zum amusement der umsitzenden local youngsters and some not so young locals. Danach ging es um gay people and the Polish. Daher beschlossen wir umgehend, Getränk Getränk sein zu lassen und verliessen diese Oase des Wohlgefühls und der gelebten Toleranz.

Vermutlich ist diese Haltung gewisser Waliser auch der Grund dafür, dass wir in diesen paar Tagen nicht einen auch nur ansatzweise farbigen Menschen, keinen Sari, kein Kopftuch und auch keinen Turban gesehen haben. Ein rather unfamiliar und strange feeling, insbesondere, wenn man aus dem Capital kommt. Den meisten locals sind derlei Erfahrungen nicht unbekannt. North Wales habe eine sehr hohe Arbeitslosenquote zu beklagen. Die Jugendlichen wüssten es leider nicht besser. Man muss sich dennoch fragen, wieso diese Es-Nicht-Besser-Wisser – not only in Wales, mind you – ausgerechnet diese neo-faschistische Haltung annehmen, wo sie doch in all ihrer Unwissenheit genauso gut zu ebenfalls completely ignorant Über-Gutmenschen mit einem Hang zum 4×4 Hass mutieren könnten.

Das Grab des faithful hound Gelert liegt idyllisch mitten im Feld und die impressive bronzene Statue des tapferen, though completely underestimated canine verunsicherte Herrn Hund so sehr, dass er sich the usual Markierung rather verkniff. Womöglich lag es aber auch an den unzähligen Herren und Frauen Hund, die die Gegend bevölkern und deren Anzahl pro Quadratmeter Herrn Hund sichtlich faszinierte.

Aus dem nächstgelegenen Flüsschen kann man unbesorgt trinken und die Silhouette der mountains drumherum rundet das gesamte Szenario optisch perfekt ab. Beddgelert wird uns sicherlich wiedersehen – the Robinson’s Sarrazin most definitely ausgenommen.

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2 Kommentare »

  1. Das klingt ganz ähnlich wie das landschaftlich ebenfalls reizvolle Brandenburg!

    Kommentar von nachtschwester — August 21, 2007 @ 12:36 am | Antwort

  2. Liegt der Hund – im weiteren Sinn – nicht einfach darin begraben, dass sich in der dortigen Gegend die Hasen – im engeren Sinn – gute Nacht sagen?
    War wenigstens das englische Wetter nicht zu englisch?
    Hier ist es schööön and hot.

    Kommentar von otti — August 27, 2007 @ 8:47 pm | Antwort


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