Henriettes Inselbote

Mai 2, 2007

Lunch at the Royal Automobile Club

Filed under: I dare say,Kleine Freuden des Alltags — henriette @ 7:32 pm

Der Club macht wirklich Eindruck. Er besitzt den schönsten Swimmingpool, den ich bisher gesehen habe, eine wunderschöne hohe Halle aus Säulen und Mosaiksteinen von 1907, ausgestattet mit neuester Technik, was die Wasserqualität betrifft. Dazu gehört ein grandioses Türkisches Dampfbad (although ladies can use it on thursdays only) mit Ruhecompartements, in denen man durch schwere Samtvorhänge von der Aussenwelt abgetrennt trefflich die ein oder andere Stunde verdösen kann. Es soll Leute geben, die in dieser warmen, kuscheligen Oase sogar schon genächtigt haben.
Das ganze Ambiente ist so altmodisch englisch, dass es ein Hochgenuss ist. Nur der Fitnessraum fällt etwas aus dem Rahmen, weil dort neuzeitliche Geräte genutzt werden, die sich in der klassischen Umgebung indeed etwas merkwürdig ausnehmen.
Vor einem Jahr fiel mit der Zulassung von „ladies“ auch in den drei Bars das letzte Refugium „for gentlemen only“, dafür gibt es immer noch the „ladies drawing room“, in dessen pastellfarbenen Wänden gentlemen unerwünscht sind. Man kann dort tea trinken, eine feine Stickarbeit zur Hand nehmen, Sonette oder die Tageszeitung lesen. Und natürlich ungestört gossippen.
Teppich findet man selbstverständlich all over the place, genauso wie die bequemsten Ledersessel der Welt. Allerdings kann man in manchen gar nicht sitzen, sondern nur halbliegend versinken. Das gehört so, wurde uns versichert. Man könne in ihnen excellently abhängen und kontemplieren – oder Fussball gucken. In den prachtvollen Billardsalon mit 6 Tischen passt unser reception room bestimmt 30mal und in der Eingangshalle befindet sich eines von drei privaten Post Offices in ganz England. Die anderen befinden sich im Buckingham Palace und Chelsea Pensioners‘ Hospital.
Mobile Phones sind nur in einem bestimmten business room erlaubt, jeglicher Missbrauch an anderen Orten ruft umgehend disapproving glances und diskrete Abmahnungen hervor. Das Essen auf der lauschigen Terrasse war fantastisch, das Servicepersonal excellent und – ausschliesslich französisch. Hat man die komplizierte Aufnahmeprozedur erst einmal überstanden, sind £ 1025,00 im Jahr nun wirklich nicht zu viel verlangt.
Lediglich der

2 Kommentare »

  1. Kleine (freche?) Henriette? Lady Henriette!

    Kommentar von otti — Mai 6, 2007 @ 5:26 pm | Antwort

  2. Thank you ever so much, Mr. Otti, I am feeling utterly honored.

    Kommentar von henriette — Mai 10, 2007 @ 1:50 am | Antwort


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