Henriettes Inselbote

Oktober 17, 2006

Hilflos

Filed under: I'm not amused,Inselalltag,So geschehen — henriette @ 2:33 pm

fühlt man sich, wenn man sieht, wie sie G. am Wochenende zugerichtet haben. Er war zu Fuss auf dem Weg vom Pub nach Hause, kann sich an alles genau erinnern, auch an den joke, den er noch mit dem barman geshared hat, bis zu einer Ecke, ca. 3 Minuten von seiner Haustür entfernt. Das letzte, was er noch weiss, ist, dass er einen Schuh über sich wahrnahm.
Jemand in der Nachbarschaft sagte der Polizei, dass es ein couple war, eine Frau und ein Mann, die ihn – wohl von hinten – einfach angegriffen haben. Sie haben wieder und wieder gegen seinen Kopf getreten. Dann hat jemand die Polizei und den Krankenwagen gerufen, das hat G. aber schon alles nicht mehr mitbekommen. Das Pärchen flüchtete.
Gerade sass G. hier. Sein Kopf war mittlerweile schon abgeschwollen und nur ca. 1/3 umfangreicher als normal. Seine Augen blutunterlaufen und darunter bis zur Nasenspitze alles dunkelblau und angeschwollen. Auf dem Kopf trug er eine Baseballmütze, die die 24 Stiche der Kopfwunden verdeckte. Sein Ohr war halb abgerissen, konnte aber mit 10 Stichen wieder zusammengenäht werden. Das Trommelfell ist perforiert. Es ist noch nicht ganz klar, ob sie seine Wangenknochen gebrochen haben – die Schwellungen müssen erst ganz zurückgehen, bevor man das eindeutig ausschliessen kann. Sonst muss er operiert werden. Er kann auf dem zertrümmerten Ohr kaum hören, hofft aber, dass sich das wieder ändert. In ca. zwei Monaten, haben die Ärzte gesagt, sei er vermutlich wieder völlig hergestellt. Physisch sicherlich…..
Er traut sich kaum auf die Strasse, denn sonst denken die Leute noch, er sei der Hooligan, der sich prügelt – und nicht das Opfer. Aber er musste heute zur Polizei, weil sie ihn fotografieren müssen und DNS Proben nehmen, um seine DNS-Spuren auf seiner blutigen Kleidung ausschliessen zu können.
Gestohlen wurde nichts. Nicht seine Uhr, nicht seine digitale Fotokamera, nicht sein Geld. Es war reine, brutale Gewalt.
Wer tut sowas? Und vor allem, die Frage, die sich G. immer und immer wieder stellt: Warum?

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4 Kommentare »

  1. Auf jeden Fall nicht seinetwegen.

    (Wie war das – Sie wohnen in einer netten, ruhigen Gegend…?)

    Kommentar von syberia — Oktober 18, 2006 @ 4:41 pm | Antwort

  2. Nein. Vermutlich hätte es jeden getroffen, der dort zu dem Zeitpunkt um die Ecke gekommen wäre…. Unsere Gegend i s t nett und ruhig. Aber hier in der Stadt braucht man immer nur zwei, drei Strassen weiter zu gehen, da sieht es dann schon wieder anders aus. Und wieder zwei Ecken weiter ist eine weitere nice neighbourhood. Ausser, man wohnt in Kensington, Chelsea, Mayfair…. Da ist es allerdings so teuer, da müssten Herr S. und ich schon umfangreich im Lotto gewinnen – nicht nur 17.60 Pfünder, wie recently!

    Kommentar von henriette — Oktober 19, 2006 @ 12:09 pm | Antwort

  3. Oh, das tut mir sehr leid. Idioten gibt es anscheinend überall.
    Alles Liebe für G. und gute Besserung!

    Kommentar von Desideria — Oktober 21, 2006 @ 7:39 pm | Antwort

  4. Realy, realy ugly!
    Gute Besserung!

    Kommentar von otti — November 2, 2006 @ 8:09 pm | Antwort


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