Henriettes Inselbote

August 30, 2006

Erinnerungslücken

Filed under: I'm not amused,So geschehen — henriette @ 7:44 pm

Sam und Stu, die beiden Hausfrauen mit professionellem Auftreten leiden momentan unter Erinnerungslücken. Wir haben im Frühjahr einen Vertrag mit beiden geschlossen, der definiert, was unsere Aufgabe ist und wie wir dafür entgolten werden. Well, wir haben damals auch schon darüber gesprochen, was denn sein wird, sollten sie von uns extended services in Anspruch nehmen wollen und uns darauf geeinigt, dass dann nachverhandelt wird. Also im Prinzip so, als hätten die beiden im Frühjahr einen Mercedes/BMW/Rover oder something like that in einer bestimmten Ausstattung in Auftrag gegeben und agreed, dass eventuelle Extras, wie grösser, mehr Ausstattung, mehr PS, Sonderlackierung etc. auch mehr kosten.
Herr S. und ich haben seither deutlich mehr Arbeit geleistet, als ursprünglich vertraglich vereinbart, schliesslich wollen auch wir, dass das Projekt gelingt. Aber surprise, surprise: als wir nun doch mal darauf hinwiesen, dass wir, as agreed upon, ein bisschen nachverhandeln müssen, da konnte man sich nicht mehr so recht an das agreement erinnern, well, man might possibly have mentioned something like that at some stage, aber….es ist ja doch schon so lange her, dass man sich an ein agreement nun wahrhaftig nicht mehr erinnert. Im Gegenteil, man fand unser Anliegen regelrecht cheeky. Wir sollten froh sein, Teil eines derartigen Projektes sein zu dürfen.
Schon allein deswegen ein very amusing aspect, weil wir mit einem befreundeten Kollegen zusammen 80% der Finanzierung bringen, ohne die das Projekt gar nicht möglich wäre.
Daraufhin haben Herr S. und ich unsere extended services umgehend eingestellt und wieder ganz straight according to contract gearbeitet. Und schon geriet man auf der anderen Seite, wie erwartet, ins Schleudern und wurde erst einmal vorbeugend ausfallend. Das wird hier gerne mal gemacht, wenn man fühlt, dass man indeed im Unrecht ist. Man provoziert ein heated argument, woraufhin allen Seiten nichts anderes übrigbleibt, als sich wieder rather vorsichtig anzunähern, ohne jedoch den eigentlichen Stein des Anstosses noch zu erwähnen, was nämlich not very sensible und quite rude indeed wäre.
Ich kann diese Leute nicht ab, die sich an ihre Versprechungen nur dann erinnern, wenn es ihnen passt, von nichts eine Ahnung haben, aber aufgrund einer gewissen Profilierungssucht an den unpassensten Stellen interferen, stets den ganzen Kuchen haben wollen, obwohl sie nur ein Stück davon bezahlt haben und wenn man auf diese Spielchen nicht eingeht, unverschämt werden.
Zwar ist unsere Branche voll von diesen Figuren, aber daran wirklich daran gewöhnen werde ich mich wohl nie. Es tat daher sehr gut, mal wieder ausgiebig mit unserem wirklich professionellen Kollegen ein paar Geschichtchen auszutauschen. Nach einer Weile haben wir uns auch über unsere beiden hysterischen Hausfrauen bestens amüsiert. Und now we are getting on with it, was sonst?

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2 Kommentare »

  1. „not very sensible“

    sensitive? Sorry, nur weil es mich wirklich interessiert…

    Kommentar von Rob — August 31, 2006 @ 9:53 am | Antwort

  2. sensible means sinnvoll, vernünftig. Anything sensitive kann man sich bei den beiden Hausfrauen ohnehin getrost sparen.

    Kommentar von henriette — August 31, 2006 @ 12:39 pm | Antwort


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