Henriettes Inselbote

August 31, 2006

Point taken

Filed under: Herr Hund,Kleine Freuden des Alltags,So geschehen — henriette @ 5:52 pm

„Hello gorgeous“ flötete der sehr gutaussehende Mann vor Sainsbury’s, nahm extra sein mobile phone vom Ohr, lächelte bezaubernd – und meinte die ganze Zeit Herrn Hund….

Auch das noch

Filed under: I'm not amused — henriette @ 12:59 am

Bald darf man im Flugzeug telefonieren…. Auch das noch….

August 30, 2006

Erinnerungslücken

Filed under: I'm not amused,So geschehen — henriette @ 7:44 pm

Sam und Stu, die beiden Hausfrauen mit professionellem Auftreten leiden momentan unter Erinnerungslücken. Wir haben im Frühjahr einen Vertrag mit beiden geschlossen, der definiert, was unsere Aufgabe ist und wie wir dafür entgolten werden. Well, wir haben damals auch schon darüber gesprochen, was denn sein wird, sollten sie von uns extended services in Anspruch nehmen wollen und uns darauf geeinigt, dass dann nachverhandelt wird. Also im Prinzip so, als hätten die beiden im Frühjahr einen Mercedes/BMW/Rover oder something like that in einer bestimmten Ausstattung in Auftrag gegeben und agreed, dass eventuelle Extras, wie grösser, mehr Ausstattung, mehr PS, Sonderlackierung etc. auch mehr kosten.
Herr S. und ich haben seither deutlich mehr Arbeit geleistet, als ursprünglich vertraglich vereinbart, schliesslich wollen auch wir, dass das Projekt gelingt. Aber surprise, surprise: als wir nun doch mal darauf hinwiesen, dass wir, as agreed upon, ein bisschen nachverhandeln müssen, da konnte man sich nicht mehr so recht an das agreement erinnern, well, man might possibly have mentioned something like that at some stage, aber….es ist ja doch schon so lange her, dass man sich an ein agreement nun wahrhaftig nicht mehr erinnert. Im Gegenteil, man fand unser Anliegen regelrecht cheeky. Wir sollten froh sein, Teil eines derartigen Projektes sein zu dürfen.
Schon allein deswegen ein very amusing aspect, weil wir mit einem befreundeten Kollegen zusammen 80% der Finanzierung bringen, ohne die das Projekt gar nicht möglich wäre.
Daraufhin haben Herr S. und ich unsere extended services umgehend eingestellt und wieder ganz straight according to contract gearbeitet. Und schon geriet man auf der anderen Seite, wie erwartet, ins Schleudern und wurde erst einmal vorbeugend ausfallend. Das wird hier gerne mal gemacht, wenn man fühlt, dass man indeed im Unrecht ist. Man provoziert ein heated argument, woraufhin allen Seiten nichts anderes übrigbleibt, als sich wieder rather vorsichtig anzunähern, ohne jedoch den eigentlichen Stein des Anstosses noch zu erwähnen, was nämlich not very sensible und quite rude indeed wäre.
Ich kann diese Leute nicht ab, die sich an ihre Versprechungen nur dann erinnern, wenn es ihnen passt, von nichts eine Ahnung haben, aber aufgrund einer gewissen Profilierungssucht an den unpassensten Stellen interferen, stets den ganzen Kuchen haben wollen, obwohl sie nur ein Stück davon bezahlt haben und wenn man auf diese Spielchen nicht eingeht, unverschämt werden.
Zwar ist unsere Branche voll von diesen Figuren, aber daran wirklich daran gewöhnen werde ich mich wohl nie. Es tat daher sehr gut, mal wieder ausgiebig mit unserem wirklich professionellen Kollegen ein paar Geschichtchen auszutauschen. Nach einer Weile haben wir uns auch über unsere beiden hysterischen Hausfrauen bestens amüsiert. Und now we are getting on with it, was sonst?

August 27, 2006

Can’t you stop this?!

Filed under: Herr Hund,Kleine Freuden des Alltags — henriette @ 4:07 pm

Herr Hund wollte gestern unbedingt, dass Herr S. den Regen abstellt. Quite annoyed stand er vor der angelehnten Tür zum Garten und stupste sie immer wieder auf, nicht ohne sich dann anklagend zu Herrn S. umzudrehen, weil immer noch viel zu viele rain drops vom Himmel fielen und das Schweineohr aufweichten, das Herr Hund unfortunately im Garten vergessen hatte. Wenn einen so ein Herr Hund dann rather ungläubig anschaut, weil man es nicht schafft, so eine einfache Aufgabe wie Regenabstellen zu meistern, kommt man sich komischerweise reichlich bescheuert vor!

August 24, 2006

Muslims in Anzügen – aussteigen, bitte…

Filed under: Inselalltag,So geschehen — henriette @ 12:05 pm

Kürzlich gab es auf dem Monarch-flight von Malaga nach Manchester a stoutly riot. Aber diesmal nicht, weil some of the passengers in ihren Unterhemden, Shorts und Flip Flops sich hoffnungslos betrunken hatten while waiting to get onboard (was nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass sie alle nüchtern waren), sondern, weil zwei der Passagiere a) in gepflegte Anzüge gekleidet dasassen, b) einer von beiden somehow unter seinem Sitz wühlte und c) beide islamic aussahen.
Kurz vor dem Start rief das unter ein paar fellow passengers ein derartig uncomfortable feeling hervor, dass man die cabin crew und the captain einschaltete und die sofortige Entfernung der beiden jungen Männer forderte. Die Beteuerungen der beiden Verdächtigen, sie seien keine Terroristen, halfen ihnen nicht. Sie wurden von the police abgeführt, wie Schwerverbrecher. Eine mächtig über die Garzeit hinaus geröstete Mitreisende (50+) mit kastanienroten Extensions verteidigte ihre Reaktion damit, dass man ja wohl suspicious werden dürfe, wenn mitten zwischen sommerlich gekleideten Flip Flop Trägern plötzlich zwei Fremdkörper in Anzügen sässen und einer davon auch noch somehow unter seinem Sitz herumfummelt.
Ich gestehe: auch ich habe kurz nach 7/7 in einem Bus ein komisches Gefühl gehabt, als ein bärtiger Muslim schräg vor mir im Koran las und an einem anderen Tag ein Mann sehr sorgfältig die Anweisung auf einer Plastikflasche, die something chemical enthielt, studierte. Herr S. wurde mal von einer sehr netten Dame angesprochen, ob sie sich in dem fast leeren Bus neben ihn setzen dürfe, sie habe ever since etwas Angst beim Busfahren. Ich kann also gewisse mulmige Gefühle absolut nachvollziehen.
Dass ein schrabbeliger Ferienflieger der Marke Monarch von Malaga nach Manchester ein obvious Ziel von Terroristen sein könnte, kann ich mir zwar kaum vorstellen, doch Panik bricht nunmal da aus, wo Menschen sie empfinden. Mir tun die beiden Jungs leid, die sich in jenem Moment schrecklich gefühlt haben müssen. Hätten sie doch bloss auf one-of-us gemacht und Flip Flops und irgendein albernes Fussballhemd mit einer 7 drauf getragen. Dann wäre ihnen diese Erniedrigung vermutlich erspart geblieben.

August 19, 2006

Precisely

Filed under: Kleine Freuden des Alltags,Sprach's — henriette @ 12:25 pm

„Die Dingsda hat übrigens gesagt, dass der berühmt ist für seine Reparierkünste…“

…means – just a little bit more precisely: Die nette Gärtnerin hat Herrn S. erzählt, dass unser Nachbar ein sehr anerkannter Chiropraktiker ist.

August 18, 2006

Gotte Dammer Unk

Filed under: I dare say,Kleine Freuden des Alltags — henriette @ 10:38 am

Kirsty Wark präsentiert hier auf der Insel nicht nur Nachrichten, sondern auch verschiedene Städeprogramme, „Tales from Börlin, Meeidried, Koopenheegen etc.“ An ihren schottischen Akzent gewöhnt man sich schnell. Z. B. in ihrem Interview mit Üdo Uoltz, Uulffgänk Juup und Meelin Börgr. Aber wer Gotte Dammer Unk in Koopenheegen ist, habe ich erst überhaupt nicht geschnallt, da musste Herr S. mich aufklären.

sleeping policemen

Filed under: Inselalltag — henriette @ 9:42 am

These street humps sollen eigentlich den speed reduzieren. Bei uns in der Gegend gibt es alle paar Meter einen. Dank des unermüdichen Engagements des Herrn D. T., wie er mir kürzlich stolz erzählte. Some bus-, taxi- und lorry drivers haben deutlich genug von den (Fahr)spassbremsen. Da wird so unverdrossen über die bumper gebrettert, dass wir hier im Haus nicht nur das Krachen vernehmen, sondern auch die Erschütterung spüren können, besonders bei schwer beladenen lorries. Unser Taxifahrer neulich fuhr so schneidig seines Weges, dass Herr Hund und ich zuweilen regelrecht hochkatapultiert wurden, was Herrn Hund irgendwann richtig Spass machte. Breitbeinig wie ein Kapitän auf hoher See stand er da, mit dem Ziel, den taxi driver zu überlisten und den impact der bumpers abzufedern. Gerne werden die humps auch als Abschussrampe für artistische Einlagen mit bicycles und Mopeds genutzt. Man fährt mit high speed drauf zu und reisst direkt beim Auffahren den Lenker hoch, um auf dem Hinterrad drüberzuhüpfen. Dabei muss man sehr cool aus der hood gucken. Klappt nicht immer, kann ich nur sagen und beschehrt dem Zuschauer daher stets einen gewissen Nervenkitzel. Und ganz manchmal reduzieren die Dinger sogar den speed hier in der Gegend.

August 17, 2006

Just thinking about it

Filed under: Eavesdropping,Frag' ich mich,Sprach's — henriette @ 8:16 pm

„Das grosse Problem ist, dass Dummheit sich in der Regel selbst nicht einschätzen kann.“
Wieso fallen mir da bloss unmittelbar 2 Namen ein…?

Gestatten, Detective Constable Herr Hund

Filed under: Herr Hund,So geschehen — henriette @ 5:06 pm

Gestern Abend wurde Herr Hund zum Helden von North-London. Hier ist es gerade sehr angesagt, Jugendliche zu allen möglichen Diebstählen anzustiften, weil sie strafrechtlich nicht belangt werden können. Same in France, btw. Ein paar Häuser weiter wurde gerade kürzlich von einer jugendlichen group of chavs eingebrochen. Ganz zu schweigen von all den smashed Autoscheiben und gestohlenen Mopeds.
So sassen Herr S. und ich gerade vorm Computer, um auf der Tchibo-Seite Radios anzugucken, als Herr Hund plötzlich regelrecht zu brüllen anfing und sich wie ein Bekloppter vor dem Fenster aufführte. Schräg davor steht das Motorrad von Herrn S. nicely tucked away unter einer Plane. Und daran machte sich gerade ein ca. 14-jähriger chav intensiv zu schaffen, während zwei Hoodie-Kumpels Schmiere standen.
Herr S. ist sofort zur Tür gestürzt um laut zu werden, jedoch ohne an den empörten Herrn Hund zu denken, der barking like mad und mit gesträubtem Fell auf den chav zustürzte. Der wiederum nahm mit Überschallgeschwindigkeit seine Beine in die Hand, wobei ihm Detective Constable Herr Hund so dicht auf den Fersen blieb, dass the chav sich in seiner Not ca. 300m weiter auf das Dach eines Autos flüchtete. Dort sass er dann vor unserer kleinen wütenden Furie, bis wir D.C. Herrn Hund wieder abgerufen haben. Seine lieben mates hatten längst das Weite gesucht.
Was hätte ich in dem Moment für einen einsatzbereiten Fotoapparat gegeben….
…und schon 20 Minuten später riefen unsere Nachbarn an, ob alles o.k. sei. Ich wette, die haben erstmal 15 Minuten lang diskutiert, ob dieser Anruf „appropriate“ ist, weil man sich ja als Engländer traditionell nicht in „other people’s business“ einmischt. Aber wie erfreulich, dass sie sich dann doch ein Herz gefasst haben.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.