Henriettes Inselbote

April 26, 2006

Nutze den Tag!

Filed under: Herr Hund,So geschehen — henriette @ 8:12 pm


Heute war ich mit Herrn Hund unterwegs. Ihm war es gelungen, auch die zweite (eigentlich nur vorsichtshalber angeschaffte) seiner “almost indestructible” Latexfrisbeescheiben so zuzurichten, dass selbst ein Profi sie nicht mehr über die Wiese hätte schweben lassen können. Sie eierte herum wie eine…….. zerfetzte Latexfrisbeescheibe eben. Herr Hund aber liebt seine nahezu unkaputtbaren Latexfrisbees und wir lieben Herrn Hund.
Daher warf ich ihm erst Stöckchen, bis sein Bewegungsdrang erschöpft und mein Arm lahm war, und wartete dann auf den Bus, der uns zu Palmer’s Pet Shop bringen würde. Mit dem Auto eine Strecke von zehn Minuten. Es kamen vier (!) Busse in Gegenrichtung und – nach einer halben Stunde – ein – völlig überfüllter – in unsere.
Der Tatsache, dass die meisten unserer Mitpassagiere ziemlich arg transperierten, konnte auch ein geöffnetes Oberlicht nicht wirklich entgegenwirken. Ich spürte bald ein leichtes Unwohlsein, welches sich allein durch die bildliche Vorstellung der unsichtbaren Gaswolke in deren Zentrum ich stand, sekündlich steigerte, und entschloss mich aus rein gesundheitlichen Gründen, den Bus auf halber Strecke zu verlassen und auf den nächsten zu warten, egal wie lange! Er kam ungefähr drei Sekunden später und war war – oh Wunder – leer. Diesen Umstand geniessend, fuhren wir mit ihm zu Palmer’s Pet Shop, der vier Minuten, bevor wir ihn frohen Mutes erreichten, für heute geschlossen hatte. Die Frisbees konnten wir aber immerhin noch durch das Schaufenster bewundern. Das Schöne an einem Herrn Hund ist, er heult nicht, weil es heute kein Frisbee mehr gibt, sondern er steht schwanzwedelnd vor der Tür und freut sich, einfach dabei sein zu dürfen. Und wenn es sich auch nur um die sinnloseste Busreise des Jahres 2006 handelt!
Also zurück. Auf den Bus gewartet, drei der Linie C in Richtung Zentrum kamen in regelmässigen Abständen, unserer liess sich nicht blicken. Endlich, endlich ein völlig überfüllter Bus in unsere Richtung. Da es nicht mehr so warm war, liess sich der Odeur ertragen. Gerade hatte ich Herrn Hund so unter einen Sitz verfrachtet (auf dem nicht etwa ich sass, sondern eine überaus kompöstige Dame), dass ihm keiner auf die Pfoten treten konnte, auch nicht die kompöstige Dame, da sagte der Busfahrer “Would everybody leave the bus please, last stop here!” Mitten auf der Strecke, denn er hatte jetzt Feierabend!
So klaubte ich Herrn Hund vorsichtig wieder unter dem Sitz hervor, nicht ohne mich mit seiner Leine noch ungünstig um eine Haltestange zu wickeln, was ein reibungsloses Verlassen des Busses unmöglich machte, und gesellte mich, als ich mich wieder aufgerichtet hatte, so gut gelaunt es überhaupt noch möglich war, zu den anderen Wartenden an der Bushaltestelle. Und wir Deutschen können wohl über uns selbst lachen!
Nach nur fünfzehn Minuten kam der Kollege. Und nachdem wir seinen Bus in einer Art Stampede gestürmt hatten, weil nur noch sehr wenig Platz darin war, erreichten Herr Hund und ich zweieinhalb Stunden nach Antritt unserer Reise wieder unseren Park.
Ohne Latexfrisbee zwar, aber wir haben dann noch ein ganz tolles Stöckchen für Herrn Hund gefunden!

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