Henriettes Inselbote

April 30, 2006

Geburtstag!

Filed under: Kleine freche Henriette — henriette @ 3:18 pm


Heute ist Henriettes Geburtstag. Ich denke an Dich, wo immer Du jetzt bist.

Obesity

Filed under: I'm not amused — henriette @ 3:12 pm

Die Fettsucht/Obesity ist meiner Meinung nach in den meisten Fällen weder genetisch, noch krankhaft bedingt. Wenn man im Jahre 2006 den Menschen in unseren Industriegesellschaften lang und breit erklären muss, wieso frisches Gemüse und Obst gesund, fritierter Schlammfrass jedoch ungesund ist, dann ist Obesity eine Folge extremer Dummheit oder erschreckender Gleichgültigkeit! Vermutlich ist Beides der Grund für die stetige Verbreitung der Fettsucht in unseren Breitengraden. Schlimm ist das. Und so völlig unnötig!

April 28, 2006

Frühling, Gras und Stöckchen

Filed under: Herr Hund,So geschehen — henriette @ 3:39 pm


So sieht Lebensfreude pur aus! Manchmal beneide ich Herrn Hund direkt ein bisschen.

April 26, 2006

Wie schön!

Filed under: Kleine Freuden des Alltags,So geschehen — henriette @ 11:28 pm

Da komme ich nach Hause, ein Zettel ist unter den Scheibenwischer unseres Autos geklemmt. „Your car bonnet is not closed properly on one side“. Wie lieb! Ist das nicht schön?

Nutze den Tag!

Filed under: Herr Hund,So geschehen — henriette @ 8:12 pm


Heute war ich mit Herrn Hund unterwegs. Ihm war es gelungen, auch die zweite (eigentlich nur vorsichtshalber angeschaffte) seiner “almost indestructible” Latexfrisbeescheiben so zuzurichten, dass selbst ein Profi sie nicht mehr über die Wiese hätte schweben lassen können. Sie eierte herum wie eine…….. zerfetzte Latexfrisbeescheibe eben. Herr Hund aber liebt seine nahezu unkaputtbaren Latexfrisbees und wir lieben Herrn Hund.
Daher warf ich ihm erst Stöckchen, bis sein Bewegungsdrang erschöpft und mein Arm lahm war, und wartete dann auf den Bus, der uns zu Palmer’s Pet Shop bringen würde. Mit dem Auto eine Strecke von zehn Minuten. Es kamen vier (!) Busse in Gegenrichtung und – nach einer halben Stunde – ein – völlig überfüllter – in unsere.
Der Tatsache, dass die meisten unserer Mitpassagiere ziemlich arg transperierten, konnte auch ein geöffnetes Oberlicht nicht wirklich entgegenwirken. Ich spürte bald ein leichtes Unwohlsein, welches sich allein durch die bildliche Vorstellung der unsichtbaren Gaswolke in deren Zentrum ich stand, sekündlich steigerte, und entschloss mich aus rein gesundheitlichen Gründen, den Bus auf halber Strecke zu verlassen und auf den nächsten zu warten, egal wie lange! Er kam ungefähr drei Sekunden später und war war – oh Wunder – leer. Diesen Umstand geniessend, fuhren wir mit ihm zu Palmer’s Pet Shop, der vier Minuten, bevor wir ihn frohen Mutes erreichten, für heute geschlossen hatte. Die Frisbees konnten wir aber immerhin noch durch das Schaufenster bewundern. Das Schöne an einem Herrn Hund ist, er heult nicht, weil es heute kein Frisbee mehr gibt, sondern er steht schwanzwedelnd vor der Tür und freut sich, einfach dabei sein zu dürfen. Und wenn es sich auch nur um die sinnloseste Busreise des Jahres 2006 handelt!
Also zurück. Auf den Bus gewartet, drei der Linie C in Richtung Zentrum kamen in regelmässigen Abständen, unserer liess sich nicht blicken. Endlich, endlich ein völlig überfüllter Bus in unsere Richtung. Da es nicht mehr so warm war, liess sich der Odeur ertragen. Gerade hatte ich Herrn Hund so unter einen Sitz verfrachtet (auf dem nicht etwa ich sass, sondern eine überaus kompöstige Dame), dass ihm keiner auf die Pfoten treten konnte, auch nicht die kompöstige Dame, da sagte der Busfahrer “Would everybody leave the bus please, last stop here!” Mitten auf der Strecke, denn er hatte jetzt Feierabend!
So klaubte ich Herrn Hund vorsichtig wieder unter dem Sitz hervor, nicht ohne mich mit seiner Leine noch ungünstig um eine Haltestange zu wickeln, was ein reibungsloses Verlassen des Busses unmöglich machte, und gesellte mich, als ich mich wieder aufgerichtet hatte, so gut gelaunt es überhaupt noch möglich war, zu den anderen Wartenden an der Bushaltestelle. Und wir Deutschen können wohl über uns selbst lachen!
Nach nur fünfzehn Minuten kam der Kollege. Und nachdem wir seinen Bus in einer Art Stampede gestürmt hatten, weil nur noch sehr wenig Platz darin war, erreichten Herr Hund und ich zweieinhalb Stunden nach Antritt unserer Reise wieder unseren Park.
Ohne Latexfrisbee zwar, aber wir haben dann noch ein ganz tolles Stöckchen für Herrn Hund gefunden!

April 25, 2006

Muss ich??

Filed under: Frag' ich mich — henriette @ 2:30 pm

Uns kann man direkt von der Strasse ins Wohnzimmer gucken. Wenn jetzt jemand draussen klopft, z. B. ein Fusselrollenverkäufer oder einer, der will, dass wir seine Partei unterstützen „mehr Zäune um die Bäume“, oder der irgendeine komische Umfrage macht „wieviele Mitglieder Ihres Haushaltes teilen sich eine Zahnbürste“ – muss ich dann aufmachen, bloss, weil man mich von draussen sehen kann? Früher haben Henriettes Tochter und ich uns schon mal mit unseren Kaffeebechern unter der Arbeitsplatte in der Küche versteckt (die man auch von aussen einsehen konnte), wenn wir ein bestimmtes Auto herannahen sahen und die Flucht ins Esszimmer nicht mehr ungesehen geschafft hätten. Kichernd und mit klopfendem Herzen haben wir dann gewartet, bis das Klingeln verstummte und wir das Auto wegfahren hörten. Aber hier geht das nicht – ist alles zu offen.

April 24, 2006

Ich schäme mich ein bisschen!

Filed under: So geschehen — henriette @ 3:26 pm

Vorhin klopfte es an der Tür. Ich habe aufgemacht, weil wir ein Paket erwarten. Und prompt sass ich in der Falle, denn draussen stand nicht etwa der Paketbote, sondern einer von den Männern, die hier regelmässig die Häuser abklappern. Sie verkaufen allen möglichen Kram für den Haushalt aus grossen Umhängetaschen. Bei Henriette kam, als ich noch sehr klein war, regelmässig ein sehr netter Mann vorbei, der ihr Kaffee aus einem alten Koffer verkaufte. Und dieser Koffer roch absolut himmlisch, wenn er ihn öffnete. Henriettes Kaffeemann war sehr höflich und sehr gepflegt.
Völlig anders, als der von vorhin. Noch bevor ich irgendeine Äusserung tätigen konnte, hielt er mir seine Identifikationskarte so dicht unter die Nase, dass ich unwillkürlich einen Schritt zurückwich und parallel dazu fing er sofort an, mich umfangreich zuzutexten. Dabei kraulte er Herrn Hund, der es sich wie üblich nicht hatte nehmen lassen, unseren Besucher persönlich zu begrüssen. Ich wollte aber nichts kaufen und versuchte erfolglos, seinen Redefluss zu unterbrechen, sowie Herrn Hund zurück ins Haus zu befördern.
Dann fing es auch noch zu nieseln an. Ich kann nicht sagen, dass der Mann aggressiv war, aber er legte eine ziemlich penetrante Art an den Tag. Als wäre es meine Pflicht, ihm etwas abzunehmen, allein schon, weil er seit dem frühen Morgen unterwegs war und es nun auch noch nieselte. Ich hasse solche Situationen. Natürlich hätte ich ihm einfach sagen können, er solle mich in Ruhe lassen, aber andererseits dachte ich mir, was für einen elenden Job er doch hat. So im Nieselregen stehen zu müssen, um unwilligen Menschen irgendwelches Zeug anzudrehen. Und darüber hinaus schnuffelte Herr Hund mittlerweile höchst interessiert in der grossen Umhängetasche herum.
Kurz und gut – hin- und hergerissen und genervt wie ich war – entschied ich mich zum Kauf zweier abwaschbarer Fusselrollen. So würde ich ihn zumindest los, mein Gewissen war beruhigt und abwaschbare Fusselrollen kann man immer brauchen.
Dann aber konnte der Mann meinen Zwanziger nicht wechseln, worauf ich ihm, zugegebenermassen ein wenig frohlockend, mitteilte, dass der Verkauf unter diesen Umständen wohl nicht zustande käme. Von wegen! Er bestand darauf, mir die Fusselrollen dazulassen. Er würde in ca. 15 Minuten mit Wechselgeld zurücksein. Sprach’s, stellte die Rollen in den Türrahmen, von wo Herr Hund sie flugs ins Haus trug, und ging. Da stand ich nun mit zwei Fusselrollen und meinem Zwanziger und ärgerte mich über mich selbst.
Herr S. machte die Situation nicht besser, indem er sich lang und breit über mich lustig machte. Klar ist diese Zutexterei reine Strategie! Und dass es diese Fusselrollen bei Woolworth für die Hälfte gibt, weiss ich selber. Herr S. prophezeite mir weiterhin, dass der Mann nun bestimmt öfter kommt und mich zu überrumpeln versucht, speziell wenn es nieselt und er an mein Mitgefühl appellieren kann! Mehr noch: wahrscheinlich würde er seinen Kollegen den Tip geben, doch auch mal bei uns vorstellig zu werden, uns könne man nämlich die eine oder andere Ware andrehen. Besonders bei schlechtem Wetter.
Das hatte ich nun davon, verlacht und verspottet und das auch noch zu Recht. Diese Schmach wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und beschloss daher, als der Mann nach 15 Minuten nicht wieder zurück war, zum Gegenschlag auszuholen. Ich hängte ihm die Fusselrollen (wasserdicht in eine kleine Tüte verpackt) an den Zaun vor die Tür. Mit einem Zettel, der besagte, ich hätte mich umentschieden, ich wolle nichts kaufen.
Anschliessend stand ich oben hinter dem Fenster und wartete, bis er seine Tüte wieder abgeholt hatte. Damit niemand anders sie klauen konnte.
Herr S. kommt mittlerweile aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Und ich kann es ihm nicht einmal verübeln!

April 22, 2006

It’s not funny anymore!!!

Filed under: I'm not amused — henriette @ 1:53 pm

Wenn mir nochmal das Wort „Burzeltag“ unterkommt, dann schrei‘ ich und knall‘ die Tür zu!

April 21, 2006

Wenn, dann wenigstens nicht ganz so platt!

Filed under: I'm not amused — henriette @ 6:17 pm

Mich ärgert, wenn Leute so untalentiert und planlos lügen, dass man sofort spürt, wie sich über einem die Balken biegen! Ich meine, wenn einem Jemand schon ein A für ein U vormacht, dann bitte wenigstens mit etwas Klasse und Sinn für Geschichten.
Wenn z. B. Herr F. mit Freundin lieber auf eine Party geht, statt einen Restaurantbesuch mit uns wahrzunehmen, dies aber nicht ehrlich kundtut, sondern am Telefon etwas vor sich hinmurmelt wie, sie seien vermutlich gar nicht in der Stadt und besser nächste Woche etc. und wir dann rein zufällig auch auf dieser Party landen, er daraufhin – als er uns sieht – viel zu schnell, viel zu panisch – auf uns zustürmt und mit hektischen Flecken im Gesicht etwas stammelt wie: man hätte sich spontan entschlossen, in der Stadt zu bleiben und auch verzweifelt versucht, uns zu erreichen etc. etc. … dann finde ich das wirklich dürftig. Noch dazu, weil stets von einem erwartet wird, so zu tun, als glaube man den Blödsinn, der einem soeben dargeboten wurde.
Bei so einer fadenscheinigen Geschichte hätte Herr F. zumindest, nach dem blitzschnellen Zusammenstellen einer Basisstrategie freudestrahlend rufen können „Da habt Ihr unsere SMS ja noch rechtzeitig bekommen! Schön, dass Ihr da seid.“ Natürlich hätten wir geantwortet „Nee, was für eine SMS? Wir haben nichts bekommen, wir sind ganz zufällig hier“. Diese Reaktion, die er voraussehen musste, hätte ihm die Zeit gegeben, sich mit gespieltem Erstaunen zur Freundin umzudrehen, sich mit einem Blick zu vergewissern, dass sie kapiert hat und ihn decken wird, wenn er sich ein bisschen darüber auslässt, wer von beiden wen wann hätte benachrichtigen sollen und warum das wohl fehlgeschlagen ist.
Vielleicht, vielleicht hätte ich es nicht ganz geglaubt (denn ich kenne Herrn F….) aber zumindest wäre ich nicht hundertprozentig sicher gewesen. Und selbst, wenn ich es nicht geglaubt hätte, wäre ihm wenigstens mein Respekt für seine Performance sicher gewesen! Aber sooooo, nee, nee, das üben wir doch lieber noch einmal!

Her Majesty Queen Elizabeth II

Filed under: Frag' ich mich — henriette @ 8:57 am

Sie wird heute 80 Jahre alt und überall laufen Berichte über ihr Leben. Darin ist stets die Rede von der ungeheuren Disziplin, die sie all die Jahre aufbrachte, im Namen der und für die Monarchie. Sie war nie davon ausgegangen, einmal Königin zu werden. Erst als ihr Onkel der Liebe wegen abdankte, musste sie, die vorher ein relativ normales Leben geführt hatte, in die Bresche springen. Sie soll nicht begeistert gewesen sein. Aber sie hat sich der Aufgabe mit Haut und Haaren verschrieben. Nur einmal hat sie öffentlich geweint. Das war, als die königliche Yacht Britannia ausser Dienst gestellt wurde. Wer dieses wunderschöne Schiff einmal gesehen hat, wird ihre Tränen verstehen.
Die Queen hat die Windsors mit strenger Hand zu führen versucht, ihrem Gatten die traditionelle Annahme seines Familiennamens zugunsten ihres eigenen versagt, ihrer Schwester die Heirat mit deren Traumprinzen verboten, und erst bei der Beerdigung ihrer Schwiegertochter auf Grund des öffentlichen Drucks ein paar warme Worte für diese gefunden. Trotzdem begann die gesamte bucklige Verwandtschaft zu tun was ihr beliebte. Man heiratete, betrog, liess sich scheiden, trank zuviel, trat in TV-Shows auf – kurz: in ihrer Familie machte sich rund um ihre eiserne Disziplin der ganz alltägliche Wahnsinn breit.
Und nun fragt man sich vielerorts, ob ihr Opfer es wert war? Hat die Monarchie die Zukunft, die sie versucht hat, ihr zu bewahren? Hat es sich gelohnt, dass Elisabeth II ihr Leben nicht so hat leben können, wie sie es vielleicht geplant hatte? Auf wieviele Dinge und Momente im Leben hat sie verzichten müssen! Ist sie nicht eigentlich zu bedauern?
Nein! Ganz klar nein! Warum? Klar, sie hat einen anstrengenden Job, eine ziemlich durchgeknallte Familie, sie mag auch nicht jeden ihrer Verwandten von Herzen gern, einige ihrer Angestellten plaudern ungeniert aus dem Nähkästchen, sie muss seit ein paar Jahren Steuern zahlen und ob ihr Nachfolger – welcher auch immer – die Firma halten kann ist ungewiss. Und wer kann schon alle seine Träume umsetzen? Sie lebt eigentlich wie jeder andere auch. Bloss hat sie natürlich sehr grosse Häuser und keine Geldsorgen!

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