Henriettes Inselbote

Juli 20, 2006

Etikette

Gespeichert unter: I dare say, So geschehen — henriette @ 10:17

Fair enough, ja, ich gebe es gerne zu, als Stu das dritte Mal am selben Tag anrief und ich gerade dabei war, ein Dokument in Englischer Sprache (es fliesst mir noch nicht automatisch aus der Feder, no doubt about that) abzufassen, sagte ich seeeeehr freundlich (sogar Herr S. bestätigt dies): „hi, Stu, I am just in the middle of things, just tell me, is it a quick question or do we need time to discuss things..in that case, I’ll have to call you back later..“. Als wir uns dann ein paar Stunden später trafen und auf die Tücken der verschiedenen Fremdsprachen kamen (Herr S. und ich können ein paar, wie es unter Kontinentaleuropäern öfters vorkommt, Stu kann Englisch), erfuhr ich, wie RUDE ich wieder mal gewesen war. Ich hätte mich demnach, nach den üblichen Bemerkungen about the weather, how everybody is etc. etc. dezent über eine gewisse berufliche Auslastung auslassen sollen, um mich dann, nach einer Viertelstunde (weniger ist definitely very, very rude) zu einer sehr einfühlsam vorbereiteten Bemerkung über die limitation of time and space hinreissen lassen können… um dann, wiederum Minuten später dem lieben Stu die Möglichkeit zu geben, very gently das Ende der Konversation einläuten zu dürfen (es ging um „treffen wir uns heute um 4 oder 5 ). O. K, ich habe versagt, aber mal im Ernst: ist es denn höflich, jederzeit davon auszugehen, der Angerufene habe alle Zeit der Welt, um in the middle of the office hours stundenlang irgendwelche Platitüden auszutauschen??? Das diskutieren wir zur Zeit…Es lebe die Etikette! Und Stu – von dem ich derzeit so viel lerne… bezüglich derselben….

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